Ansichten

[…] […]

„[Denn] alles ist politisch.“

Über Laborpraktika

  1. In Vorlesungen lernen Studierende die theoretischen Grundlagen der Chemie kennen, aber nur in den Praktika können sie sich im wissenschaftlichen Arbeiten erproben.
  2. Nur durch die Ausübung wissenschaftlicher Praktiken können sich Studierende entwickeln und später mehr Verantwortung für wissenschaftliche Untersuchungen übernehmen (vgl. Wissenschaftskommunikation).
  3. Wenn die Lehrenden (zumeist Doktoranten) nicht die notwendige didaktische Ausbildung erhalten ist die „Take-Home-Message“: Wir wollen nicht in Laborpraktika investieren, weil sie für uns nicht wichtig sind.
  4. Wenn die Lehrtätigkeit nicht gewürdigt oder gar abgewertet wird – anstatt ihre Bedeutung zu respektieren und zu belohnen – zeigt man, dass Laborkurse weniger wichtig sind.
  5. Wenn nicht in die erforderlichen personellen und materiellen Ressourcen investiert wird – und das umfasst:
    • kleinere Gruppen,
    • besseres Betreuungsverhältnis,
    • besseres Lehrmaterial (anfänglich würde schon funktionierendes Material eine Verbesserung bedeuten),
    • weniger Zeitdruck,
    • usw.

      – vermittelt man, dass Laborpraktika unwichtig sind.

Nur wenn die entsprechenden Grundlagen geschaffen werden, bieten Laborpraktika den Studierenden die Möglichkeit einzigartige Lernerfolge zu erzielen, sich auf wissenschaftliche Praktiken einzulassen, eigene Ideen zu entwickeln, Techniken zu festigen usw.

Nur mit entsprechenden Investitionen können Laborpraktika ungeahntes Potenzial ausschöpfen. Das Problem ist, dass nicht genug investiert wird.