Urheberrecht

Auf dieser Seite möchten wir Eure Fragen zum Urheberrecht beantworten.

Wichtiger Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung – alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, wir sind aber selbst keine Juristen und können daher nicht für Aktualität, Richtigkeit und/oder Vollständigkeit garantieren.

Anmerkung: Diese Seite wird derzeit noch bearbeitet.

Wir empfehlen dringend folgende Lektüre: Praxisleitfaden zum Recht bei E-Learning, OER und Open Content

Eure Fragen – Unsere Antworten

Allgemeine Fragen, die uns gestellt wurden, wie z. B.:

  • Was ist urheberrechtlich geschützt?
  • Wann sind Werke ohne der Zustimmung des Urhebers nutzbar ?
  • Welche CC Lizenzen erlauben welche Art der Nutzung?

Werden in dem Praxisleitfaden zum Recht bei E-Learning, OER und Open Content ausführlicher beantwortet, als wir es könnten.

Andere Fragen, die uns gestellt wurden werden im Folgenden behandelt. Unsere Antworten sind das Ergebnis ausführlicher Recherchen, aber wir können nicht für Aktualität, Richtigkeit und/oder Vollständigkeit garantieren.

Sind Test- und Klausuraufgaben urheberrechtlich geschützt?

In der Regel ja – die Aufgabenstellung einer Test- oder Klausuraufgabe kann eine individuell geistige Schöpfung im Sinne des § 2 Abs. 2 UrhG darstellen. Dies trifft in der Regel umso mehr zu, je spezieller das Thema ist. Auch eine einzelne Multiple-Choice-Frage kann als Sprachwerk nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG geschützt sein, wenn die Fragestellung so geschickt gestaltet ist, dass die Auswahl zwischen den Antwortmöglichkeiten dem unvorbereiteten Prüfling schwer fällt. Bei einer „Schlichtklausur“ mit Fragen, wie „Was sind die Bestandteile des Atomkerns?“ usw. ist keine ausreichende Schöpfungshöhe gegeben.

Mathe-Aufgaben und Lösungen erreichen i.d.R. nicht die notwendige Schöpfungshöhe. Bei ausführlichen Textaufgaben sieht die Sache aber schon wieder anders aus.

Wer fremde Inhalte verwendet, sollte im Zweifel lieber davon ausgehen, dass sie urheberrechtlich geschützt sind. Die Einschätzung, ob Texte oder Bilder ausreichend „individuell“ im urheberrechtlichen Sinne sind, ist meist sehr schwierig. Die Rechtsprechung bezüglich der Schöpfungshöhe einzelner Werke ist nicht eindeutig, da unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. So sind die Schutzvoraussetzungen für wissenschaftliche Texte strenger als bei Romanen oder Gedichten. Hinter der erhöhten Schöpfungshöhe bei wissenschaftlichen Werken steht der Gedanke, dass an diesen ein besonderes Freihaltebedürfnis besteht. [a]

Habe ich ein Urheberrecht auf mein Klausur?

Ja, Deinen Antworten und Lösungswegen kann man in der Regel die nötige Schöpfungshöhe unterstellen, die notwendig ist, damit sie urheberrechtlich geschützt sind. Deine Antworten dürfen ohne Dein Einverständnis nicht veröffentlicht werden, dafür musst Du nach entsprechenden Verwertungsrechten gefragt werden, denn ein Urheberrecht ist nicht übertragbar.

Urheberrecht auf mchem.de

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Einzelnachweise

[a] Dr. Till Kreutzer und Tom Hirche, Rechtsfragen zur Digitalisierung in der Lehre Praxisleitfaden zum Recht bei E-Learning, OER und Open Content, 2017.


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