Der isoelektrische Punkt für Siliziumdioxid, Titandioxid und Aluminium(III)oxid

Der isoelektrische Punkt ist per Definition der Punkt, an dem die Oberflächenladung eines Partikels komplett durch Gegenionen kompensiert wurde, das Teilchen also neutral ist. Typischerweise wird der isoelektrische Punkt als $\mathrm{pH}$-Wert angegeben. Experimentell entspricht der isoelektrische Punkt dem $\mathrm{pH}$-Wert an dem sich das Teilchen im elektrischen Feld nicht mehr bewegt. Da die Teilchen in Lösung … Weiterlesen …

Sorptionsmessung

Mittels Sorptionsmessung wird die spezifische Oberfläche und das Porenvolumen von Feststoffen bestimmt. Das Messprinzip beruht dabei auf der Adsorption von Teilchen an Oberflächen. Durch die IUPAC werden poröse Verbindungen in drei verschiedene Untergruppen eingeteilt: [1] mikroporös (> 2 nm), mesoporös (2-50 nm) und makroporös (<50 nm). Eine neue Definition der IUPAC fasst zusätzlich alle Verbindungen … Weiterlesen …

Rasterelektronenmikroskopie

Die Rasterelektronenmikroskopie dient als Routinemethode um die Form und die Oberflächenbeschaffenheit von sehr kleinen Objekten festzustellen. Dazu wird ein aus einer Glühkathode stammender Elektronenstrahl mittels einiger Elektronenlinsen auf einen Ausschnitt der Probe fokussiert. Die Glühkathode besteht im einfachsten Fall aus Wolfram, höhere Elektronenintensitäten sind zum Beispiel mit einer Kathode aus Lanthanhexaborid (LaB6) oder mit einer … Weiterlesen …

Solvothermalsynthese

Die in der anorganischen Festkörperchemie am häufigsten genutzte Methode ist die keramische Synthese. Hier bilden sich bei Temperaturen von meist über 1000 °C die thermodynamisch stabilsten Produkte. Diese hohen Temperaturen sind erforderlich, da die Diffusion von Ionen und Atomen in Festkörpern bei milderen Bedingungen fast unmöglich ist. [1] Viele Verbindungen, wie Zeolithe und MOFs, sind … Weiterlesen …

Quantum Confinement Effect

Die elektronischen und optischen Eigenschaften nanoskaliger Partikel weichen erheblich von denen makroskopischer Materialien ab. Der Quantum confinement effect [A1] beschreibt in diesem Zusammenhang das Phänomen der größer werdenden Bandlücke bei keiner werdenden nanoskaligen (Halb-)Leiterpartikeln. Denn je kleiner ein Partikel wird, desto mehr wird die Bewegung eines sich zufällig bewegenden Elektrons eingeschränkt, bis seine Bewegung auf … Weiterlesen …

Cassiusscher Goldpurpur

Cassiusscher Goldpurpur, oft auch einfach nur Goldpurpur genannt, ist ein sehr beständiges, intensiv purpurfarbenes, Goldkolloid. [1, 7] Das Verfahren zur Herstellung von Goldpurpur aus Zinn(II)-Salzlösung und Gold(III)chlorid-Lösung wurde unter anderem vom deutschen Arzt Andreas Cassius entwickelt, weshalb das Zinndioxid-haltige Produkt nach ihm Cassius’scher Goldpurpur, Cassius-Gold oder Cassius’scher Purpur genannt wird. Goldpurpur an sich und auch … Weiterlesen …

Kugelmühlen zur Herstellung von kolloidalen Dispersionen

Eine kolloidale Dispersion kann durch Dispergierverfahren oder Kondensationsmethoden hergestellt werden. Dabei kann man sich der kolloidalen Verteilung von beiden Seiten nähern: Massive Materialien können bis zur kolloidalen Verteilung zerkleinert [A1] oder aus Lösungen entsprechender Stoffe aufgebaut werden. In der Praxis finden beide Verfahren Anwendung. [1] Zur mechanischen Zerkleinerung massiver Stoffe sind beträchtliche Kräfte erforderlich. Man … Weiterlesen …

Pulverdiffraktogramme mit Python plotten

Wie man ein Pulverdiffraktogramm in Origin 2019 plottet, haben wir bereits beschrieben, manchmal hat man aber keinen Zugriff auf diese (kostenpflichtige) Software. Wenn man Python beherrscht oder es lernen möchte, bietet es sich an Python zu benutzen, um Pulverdiffraktogramme zu plotten – vor allem beim Plotten vieler Daten und wenn man eigentlich nur schnell einen … Weiterlesen …

Anorganische Analysen – Analysensubstanz lösen

Im Trennungsgang versuchen wir die Trennung der Bestandteile einer Lösung der Analysensubstanz in einzelne Stoffgruppen durch selektives Überführen in schwerlösliche Niederschläge. [1] Zu Beginn unserer Analyse versuchen wir daher zunächst eine Spatelspitze, also wenige Milligramm, der Ursubstanz (Analysensubstanz) zu lösen. Im Allgemeinen empfielt sich folgende „Lösungsmittel“ -Reihenfolge: [a, b] Wasser verd. HCl konz. HCl verd. … Weiterlesen …

Bindungsisomerie bei Komplexverbindungen

Die Bindungsisomerie wird in Komplexen gefunden, bei denen ein und derselbe Ligand über mindestens zwei nichtäquivalente Donoratome an das Zentralteilchen gebunden werden kann. Sie ist die am intensivsten untersuchte Form der Strukturisomerie. Beispiele sind das Thiocyanat-Ion, das an das Metallzentrum über das Stickstoffatom (Thiocyanato-N-Komplex) oder das Schwefelatom (Thiocyanato-S-Komplex) gebunden sein kann oder das Nitrit-Ion, welches … Weiterlesen …