Bewerbung nach Studienabschluss

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Die Suche nach einer Stelle

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Chemie.de beispielsweise stellt eine spezielle „Jobbörse“ für Berufe rund um den Bereich Chemie. Der Blog stellen-fuer-chemiker.de befasst sich ganz allgemein mit der Thematik und hat bei StepStone die in Deutschland verfügbaren Jobs für Chemiker auf einer Karte zusammengefasst – alternativ auch hier als durchsuchbare Liste.

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Die Möglichkeiten sind also recht vielfältig und die Zukunftsaussichten für Chemieabsolventen derzeit auch recht gut. Ein „zügig“ absolviertes und gut abgeschlossenes Studium ist aber in vielen Fällen Voraussetzung, obwohl Absolventen es weiterhin recht schwer haben schnell in den Beruf einzusteigen.

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Der beste Tipp für einen tollen Job im Bereich Chemie ist also Motivation, Einsatz und vielfältige Fähigkeiten. Also im Grunde das selbe wie überall 😉

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Die Bewerbungsunterlagen

Im folgenden die (teilweise altbekannten) Formalia und ein paar Tipps für Deine Bewerbungsunterlagen.

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Anschreiben

  • Der Kopf enthält deine Kontaktdaten, die des Unternehmens, das Datum sowie den Betreff, der die konkrete Stelle bezeichnet.
  • In der Einleitung, die aus den ersten ein bis drei Sätzen besteht, bringst Du kompakt auf den Punkt, warum Du Dich auf die Stelle bewirbst – in Hinblick auf die Motivation, deine Skills und die Passung zum Unternehmen.
  • Im Hauptteil gehst du dann genauer auf deine bisherigen Erfahrungen und dein Studium ein. Im Idealfall stellst du eine Verbindung zu den Anforderungen der Stelle und Deinen Kenntnissen her: Hast du zum Beispiel als Werkstudent im Labor eines Pharmaunternehmens gearbeitet oder ein Praktikum im Bereich Lebensmittelchemie gemacht? Wie passen die erlernten Fähigkeiten zu der Stelle auf die Du Dich bewirbst? Auch deine Soft Skills werden hier thematisiert und belegt.
  • Der Schluss besteht aus deinem gewünschten Einstiegstermin und einem Verweis auf das persönliche Kennenlernen. Mit freundlichen Grüßen, eingescannte Unterschrift drunter, und dein Bewerbungsschreiben ist komplett.

Lebenslauf

Weitere Unterlagen

  • Arbeitszeugnisse (besonders aus Werkstudententätigkeiten und Praktika aus der Branche)
  • Empfehlungsschreiben

No-Gos in jeder Bewerbung

  1. Beruf der Eltern im Lebenslauf: Das interessiert heute niemanden mehr – nutze den knappen Platz lieber, um Deine interessanten Stationen und bisherigen Tätigkeiten zu präsentieren.
  2. Selfies als Bewerbungsfoto: Wirkt sehr unprofessionell, deshalb: Ab zum Fotografen!
  3. Betreff: Bewerbung: Das ist sehr unspezifisch, deshalb solltest Du hier die ganze Stelle nennen, zum Beispiel: Bewerbung als Chemielaborant, Referenz-Nr. 1234
  4. Sehr geehrte Damen und Herren: Suche unbedingt einen konkreten Ansprechpartner raus, sonst schreit das nach Copy/Paste.
  5. „Hiermit bewerbe ich mich“ – Mit diesem Einstieg beeindruckst Du keinen Personaler. Besser: Individuell deine Motivation herausstellen.

Das Bewerbungsgespräch

Die Frage nach den Schwächen

Zur gefürchteten Frage nach den eigenen Schwächen hat unter anderem t3n.de einen Artikel.

tldr :

„Der Schlüssel zum Erfolg ist, euren Job so gut zu verstehen, dass ihr wisst, wann 80 Prozent genügen und wann ihr 120 Prozent geben müsst. Aber wir brauchen nicht immer 100 Prozent.“

„Uns ist es wirklich wichtig, dass Menschen selbstreflektiert sind. Selbstreflexion ist die Grundlage für persönliches Wachstum“

„Nur wer ehrlich über seine Stärken und Schwächen spricht, […] könne einem Team zugeteilt werden, in dem er oder sie durch die individuellen Fähigkeiten dazu beitragen kann, Problemlösungen zu finden und sie umzusetzen. Es gehe schließlich darum, sicherzustellen, dass die besten Voraussetzungen für den Erfolg des Bewerbers und des Unternehmens geschaffen werden.“

Zusammenfassungen aus dem Neuland

Bewerben nach dem Studium

Zusammenfassung des Artikels „Die perfekte Bewerbung nach Studienabschluss: Worauf Personaler wirklich achten“ (Xing, 05.08.2019):

  • Ein abgeschlossenes Studium alleine macht noch keine Chancen auf eine Stelle – viel wichtiger ist: Praxis, Praxis und nochmal Praxis!
    • Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse sind bei Personalern ebenso beliebte Zusatzqualifikationen, diese sind oft bedeutender als ein Abschluss in Regelstudienzeit.
  • Personaler aller Branchen bevorzugen Bewerber*innen mit einem Masterabschluss.
  • Die drei meist genannten Auswahlkriterien von Personalern aller Branchen sind: Persönlichkeit, Soft Skills und Praxiserfahrung.
    • Gefragte Soft Skills sind Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Leistungsorientierung. Diese müssen mit Beispielen und Belegen untermauert werden!
  • Ein Studienabschluss mit einer 1 vor dem Komma machen Eindruck, haben aber auch branchenabhängig mal mehr und mal weniger Gewicht im Entscheidungsprozess.

Die wichtigsten Kriterien für die Bewerbungsunterlagen:

  • Zum Lebenslauf: Übersichtlichkeit ist wichtiger als aufwendiges Design, unerklärte Lücken sollten vermieden werden.
  • Zeugnisse und Referenzen mitschicken!
  • Das Anschreiben muss unbedingt an das Unternehmen angepasst sein.
  • No-Go: Rechtschreibfehler, Grammatikfehler, fehlerhafte Unternehmensanschrift.
  • Ein professioneller Internetauftritt kann in späteren Bewerbungsrunden hilfreich sein.

Laborerfahrung

Zusammenfassung des Artikels „Science students need lab experience, but it’s nearly impossible to get“ (08.07.2019, The Guardian):

  • Es kann jedoch unglaublich schwierig sein als Student Laborerfahrung zu sammeln.
  • Die meisten Bioscience-Studenten in Großbritannien kommen auf ungefähr 3-9 Stunden Laborarbeitszeit pro Woche, aber das reicht nicht aus, wenn eine akademische Laufbahn oder einen Job in einem Labor in Betracht gezogen wird.
  • Praktikumsstellen sind selten und schwer zu bekommen. Es sollten alle (lokalen) Möglichkeiten bedacht werden: Verschiedene Arbeitsgruppen, Wissenschaftler und auch verschiedenste Firmen.