Bindungsisomerie bei Komplexverbindungen

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Die Bindungsisomerie wird in Komplexen gefunden, bei denen ein und derselbe Ligand über mindestens zwei nichtäquivalente Donoratome an das Zentralteilchen gebunden werden kann. Sie ist die am intensivsten untersuchte Form der Strukturisomerie. Beispiele sind das Thiocyanat-Ion, das an das Metallzentrum über das Stickstoffatom (Thiocyanato-N-Komplex) oder das Schwefelatom (Thiocyanato-S-Komplex) gebunden sein kann oder das Nitrit-Ion, welches über das Stickstoffatom (Nitro-Komplex) oder das Sauerstoffatom (Nitrito-Komplex) koordiniert werden kann. Ein Isomerenpaar, bei dem die Bindungsisomerie auftritt ist [Co(NO2)(NH3)5]Cl2 und [Co(ONO)(NH3)5]Cl2. [a, b][…]

Verweise

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Einzelnachweise

[a] Nicole Krempel, Didaktische Aufbereitungen der Komplexchemie für die Sekundarstufen I und II anhand einfach durchführbarer Versuche unter besonderer Berücksichtigung von Chelatkomplexen und bioanorganischer Systeme, Hausarbeit 2004, Marburg

[b] Gade, L. H., Koordinationschemie, 1998, S. 63.