Biokompatible Polymere

Du bist hier:

Aufgrund ihrer hervorragenden Biokompatibilität, werden in den heute arzneimittelrechtlich zugelassenen mikropartikulären Depotpräparaten fast ausschließlich die folgenden bioabbaubaren Polyester verwendet:

  • Polymilchsäure (= Poly(lactic acid) = PLA),
  • Copolymerisate aus Milch- und Glycolsäure (Poly(lacticco-glycolic acid) = PLGA)
  • sowie ein sternförmig verzweigtes Polymer, in dem PLGA-Ketten an ein zentrales Glukosemolekül gebunden sind.

Die Esterbindungen dieser Polymere werden bereits bei Körpertemperatur und physiologischem pH-Wert (7,4) hydrolytisch gespalten bis die oligomeren Fragmente in Lösung gehen. Die (vorläufigen) Endprodukte des Abbaus sind Milchsäure und Glycolsäure, die in den auftretenden Konzentrationen keinerlei toxisches Potenzial besitzen.

Als bioabbaubares Matrixmaterial für Implantate ist auch ein Polyanhydrid (Polifeprosan 20) in Verwendung.

Der Einsatz anderer Materialien, wie Polyothoester, Polyethylencarbonat, Proteine und Polysaccharide (z.B. Chitosan) wurde bislang nur experimentell untersucht.