Biokonzentration und Biomagnifikation

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Die Biokonzentration bezieht sich spezifisch auf die Fähigkeit von Wasserorganismen, Giftstoffe aus dem umgebenden Wasser aufzunehmen.

Der Biokonzentrationsfaktor (BCF) ist der Quotient aus der Konzentration der Substanz im Organismus und der Konzentration im umgebenden Wasser.

Im Gegensatz zur Biokonzentration bezieht sich die Biomagnifikation auf die zunehmende Konzentration einer Chemikalie im Gewebe von Organismen auf sukzessiv höheren trophischen Ebenen (also auf die Anreicherung innerhalb der Nahrungskette).

Beispielsweise kann die Aufnahme eines Giftstoffs in Organismen auf einer trophischen Ebene begrenzt sein, allerdings können die Beutegreifer einer trophisch höheren Ebene durch die Aufnahme vieler Individuen den Giftstoff in ihren Geweben akkumulieren, so dass die Exposition der Tiere, die sich von bereits belasteten Tieren ernähren, zunimmt.

Quecksilber beispielsweise kommt im Meerwasser in sehr geringen Konzentrationen vor, wird aber von Algen absorbiert, welche wiederum von wirbellosen Tieren gefressen werden, die nicht in der Lage sind das Quecksilber schnell auszuscheiden, so dass es sich anreichert. Dasselbe gilt für die Fische, die sich dann von den Wirbellosen ernähren. Das führ dazu, dass Tiere, die – wie Wale, Haie und Schwertfische – in der Nahrungskette weit oben stehen (also auf einer hohen trohischen Stufe stehen) gefährlich hohen Konzentrationen des Quecksilbers ausgesetzt werden.

Die Häufigkeit von Biomagnifikationseffekten in der Natur ist umstritten, aber die Biomagnifikation könnte eine potenzielle Problemquelle für Menschen sein, die sich von Fischen und Wild aus der Natur ernähren.