Kiel: Chemie, 1-Fach, M. Sc.

Du bist hier:

Herzlichen Glückwunsch! Anscheinend hast Du das Bachelorstudium überlebt und möchtest Dich nun über das Masterstudium informieren. Auf dieser Seite findest Du allgemeine Hinweise zum Masterstudium zusammen mit dem praktischen Bezug zum Chemiestudium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Am Rande erwähnt: 2018 gab es insgesamt 660 Chemie-Studierende, davon 128 Chemie-Studierende im Mastrstudium.[a]

[…]

Das Masterstudium der Chemie an der CAU Kiel

Das viersemestrige Masterstudium folgt fast obligatorisch an den Bachelor, hier kannst Du Dich nun relativ frei spezialisieren.

[…]

Zulassung zum Masterstudium

Das Master-Studium in Chemie an Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist zulassungsfrei, d.h. eine Einschreibung ist ohne vorherige Bewerbung möglich, wenn die, in der Fachprüfungsordnung geforderte, Mindestnote von 2,5 im 1-Fach-Bachelor-Abschluss Chemie bzw. Wirtschaftschemie erreicht wurde.

Bei Nichterreichen der Mindestnote kann auf Antrag trotzdem eine Zulassung zum Masterstudium erfolgen. Dafür müssen Bewerber/innen um einen Masterstudienplatz beim Prüfungsamt Chemie ein Motivationsschreiben einreichen. Dabei sollten sie insbesondere auf ihre Eignung, Motivation und Studienziele im Master-Studium eingehen, die von ihnen beabsichtigte Profil- /Schwerpunktbildung im Zusammenhang mit ihren Berufsplänen nach dem Studium darstellen sowie möglicherweise weitere für die Zulassung wichtige Punkte erläutern, ggf. auch persönliche Gründe, die dem Erreichen der geforderten Gesamtnote entgegen standen. Dem Bewerbungsschreiben muss ein positives Gutachten einer Professorin/Dozentin oder eines Professors/Dozenten in einem verschlossenen Umschlag beigefügt werden. Die Unterlagen müssen bis zum 01.03. (Studienbeginn zum Sommersemester) bzw. bis zum 01.09. (Studienbeginn zum Wintersemester) eingereicht werden. Der Prüfungsausschuss entscheidet über die Zulassung zum Master-Studium anschließend innerhalb einer Frist von 4 Wochen. 

Wenn der Prüfungsausschuss dem Antrag auf Aufnahme zum Masterstudium zustimmt, erhalten die Bewerber/innen eine vom Prüfungsausschussvorsitzenden unterschriebene Bescheinigung, welche bei der Einschreibung zusammen mit den üblichen Einschreibunterlagen beim Studierendenservice eingereicht werden muss. Wenn der Prüfungsausschuss den Antrag auf Aufnahme zum Masterstudium ablehnt, erhält der Bewerber noch die Möglichkeit in einem Auswahlgespräch mit dem Prüfungsausschussvorsitzenden und einem/einer weiteren Lehrenden die Zulassung zum Masterstudium zu erhalten.

[…]

Vorläufige Einschreibung

Eine Einschreibung in den Master ist für Absolventen eines 1-Fach-Bachelorstudiengangs Chemie oder Wirtschaftschemie ohne vorherige Bewerbung unter Vorlage des Bachelorzeugnisses oder einer Leistungsübersicht, die mindestens 150 LP und die erforderliche Mindestnote ausweist, möglich. Das erfolgreiche Bestehen des Bachelorabschlusses muss dabei bis zum 10.12. (Wintersemester) bzw. bis zum 10.06. (Sommersemester) nachgewiesen werden.

[…]

Studienverlaufsplan

Das Masterstudium „Chemie“ an CAU Kiel hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern und endet mit dem Abschluss „Master of Science“. Das Studium wird als Voll- und Teilzeitstudium angeboten.

Der Studienverlaufsplan ist hier zu finden. Die Modulbeschreibungen sind hier zu finden.

Die chemischen Institute der CAU.
Die Institute der Chemie der CAU.

Studieninhalte nach Fachsemester (Chemie, 1-Fach, M. Sc.)

1. und 2. Fachsemester

Stundenplan – Wintersemester 2019/2020

Die regulären Pflichtveranstaltungen des ersten Fachsemesters belegen im Wintersemester 2019/2020 folgende Timeslots:

Vorlesungen, Seminare und Übungen des 1. Fachsemesters des Chemie-Masters (ohne den vorgesehenen Wahlpflichtkurs).
Vorlesungen, Seminare und Übungen des 1. Fachsemesters des Chemie-Masters (ohne den vorgesehenen Wahlpflichtkurs).

Der Stundenplan steht hier zum Download als Excel-Tabelle zur Verfügung:

Wahlpflichtbereich I

Alle Wahlmodule sind als zweisemestrige Veranstaltungen geplant:

chem1004A Vom Molekül zum Material V/S/P
chem1004B Moderne Synthesemethoden der Organischen Chemie V/S/P
chem1004C Molekülstruktur und Moleküldynamik V/S/P
chem1004D Theoretische Chemie/Computerchemie V/P

AC: Vom Molekül zum Material

Das AC-Modul „Vom Molekül zum Material“ besteht aus der Vorlesung (Mi, 10:00 – 12:00), dem Seminar (Di, 9:00 – 10:00) und dem Praktikum (n. v.).

Der Modulbeschreibung entsprechend werden Details in der ersten Vorlesung geklärt.

Das dazugehörige Praktikum ist vom Ablauf ähnlich einer Bachelorarbeit, darf aber nicht im selben Arbeitskreis stattfinden, indem man seine Bachelorarbeit geschrieben hat – man bekommt ein Thema und einen Doktoranden als Betreuer. Am Ende gibt man ein Protokoll ab und hält einen AK internen Vortrag. Das Praktikum beansprucht 6 Wochen in Teilzeit und 3 Wochen in Vollzeit. Es bietet sich an, zumindest in den ersten paar Wochen nur halbtags da zu sein, weil die ersten Synthesen meistens etwas Zeit in Anspruch nehmen und etwas anderes noch nicht gemacht werden kann. Das Praktikum kann sowohl im Semester, als auch in den Semesterferien durchgeführt werden.

OC: Moderne Synthesemethoden der organischen Chemie

Das OC-Modul „Moderne Synthesemethoden der Organischen Chemiebesteht aus der Vorlesung (Di, 8:15 – 10:00), dem Seminar (n. V.) und dem Praktikum (6 Wochen Blockkurs, Anmeldung bis zum 31.08.2019, Di-Do, 12:00 – 19:00, Fr, 12:00 – 18:00).

1004B ist wie alle 1004-Wahlmodule eine zweisemestriges Veranstaltung. Im Wintersemester gehört dazu eine Vorlesung von Prof. Lüning, zu der ein paar freiwillige Übungen gehören. Im Sommersemester wird die Veranstaltung von Prof. Lindhorst weitergeführt, ob zu dieser Vorlesung Übungen stattfinden ist zu dieser Zeit noch nicht bekannt.

Wie bei allem 1004-Modulen findet ein Praktikum statt. Dabei handelt es sich um ein Saalpraktikum, bei dem man zuerst allgemeine Versuche in kleinen Gruppen durchführt: Deuterierungsreaktionen, HPLC, Mikrowellen-/ und Ultraschall-Chemie usw. Das Praktikum findet im Dezember statt. Anschließend findet im vier-Wochen Block ein Arbeitskreispraktikum statt. Jeder Praktikant muss ein solches Praktikum bei einem per Zufall zugelosten Assistenten machen und ein Protokoll dazu anfertigen. Dieses Praktikum ist halbtags geplant und wird in den Semesterferien auch ganztags für zwei Wochen angeboten.

Am Ende des Moduls, also am Ende der Vorlesungszeit des Sommersemesters, folgt zusätzlich eine Prüfung im Sinne einer Postersession bei der ein Paper bzw. ein Thema bearbeitet und vorgestellt wird. Eine mündliche Abschlussprüfung gibt gibt es in der Regel nicht.

PC: Molekülstruktur und Moleküldynamik

Das PC-Modul „Molekülstruktur und Moleküldynamikist komplexer aufgebaut. Nähere Informationen folgen.

[…]

TC: Theoretische Chemie / Computerchemie

Das TC-Modul “ Theoretische Chemie/Computerchemie“ besteht aus der Vorlesung (Mi, 10:00 – 12:00) und dem Praktikum (n. v.).

Genauere Informationen und Erfahrungsberichte wurden angefragt, Infos folgen.

Wahlpflichtbereich II

Alle Wahlmodule des zweiten Wahlpflichtbereichs sind als zweisemestrige Veranstaltungen geplant:

chem1004AToxikologie für Studierende der Chemie V/S/P

[…]

Toxikologie für Studierende der Chemie

Das Modul „Toxikologie für Studierende der Chemie“ besteht aus:

  • der Vorlesung „Spezielle Toxikologie für Naturwissenschaftler“ – 2 SWS
  • der Vorlesung „Einführung in die Umwelttoxikologie“ – 2 SWS
  • dem Seminar „Toxikologische Chemikalienbewertung und Risikoabschätzung“ – 1 SWS
  • dem Seminar „Ausgewählte Kapitel der Toxikologie“ – 2 SWS
  • und dem toxikologischen Praktikum mit Seminar für Naturwissenschaftler – 7 SWS (als zweiwöchiger Blockkurs)

In diesem Modul sollen Kenntnisse über die Aufgaben und Arbeitsweisen in der Toxikologie und Umwelttoxikologie sowie über regulatorische Anforderungen, die für die Sicherheitsbewertung von Einzelstoffen erforderlich sind, vermittelt werden. Schadstoffkreisläufe sollen verstanden werden und ausgewählte Schadstoffe hinsichtlich ihres Gefährdungspotentials und ihrer Risiken in Bezug auf die menschliche Gesundheit bzw. auf die Umwelt eingeschätzt werden.

Achtung: Für das Praktikum und das zugehörige Seminar gibt es generell wenig Plätze (ca. 10), so kann sich dieses Modul von zwei auf drei Semester ausdehnen!

[…]

3. Fachsemester (Chemie, 1-Fach, M. Sc.)

[…]

4. Fachsemester (Chemie, 1-Fach, M. Sc.)

Im 4. Fachsemester ist die Masterarbeit vorgesehen.

Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.

– Rainer Maria Rilke

Und nach dem Studium?

So schön, frei und flexibel Deine Studienzeit auch sein kann, irgendwann kommt der Moment, da Du deine Masterarbeit geschrieben, eingereicht und verteidigt hast. Spätestens dann solltest Du schon eine Idee haben, wie es für Dich weitergehen könnte – Aber welche Wege stehen dir als Chemikerin oder Chemiker überhaupt offen?

Häufig folgt bei Studierenden in den Naturwissenschaften nach dem Masterabschluss die Promotion. Je nach Quellem, die man heranzieht, beginnen zwischen 60 und 90 % der jeweiligen Absolventinnen und Absolventen eines Masterstudiums eine Promotion. Eine Promotion ist also ein durchaus üblicher Werdegang in der Chemie und der Titel kann sich positiv auf deine Jobchancen auswirken.

Als Doktorandin oder Doktorand gibst Du Dich drei bis fünf Jahre ganz der Forschung an einem aktuellen Thema hin, erhältst bereits ein Gehalt (in der Regel etwa 1200 bis 1800 Euro brutto im Monat) und bist für deine Arbeiten und Versuche selbst verantwortlich. Natürlich hast du noch eine habilitierte Betreuerin oder habilitierten Betreuer, mit denen Du Ziele diskutieren oder Versuche planen kannst, jedoch stehst Du von nun an in größerer Eigenverantwortung. Falls du eine Planstelle direkt von der Universität bekommst, kann es auch sein, dass du erstmals Praktika betreust oder Seminare leitest.

Als kleine Vorbereitung auf eine mögliche Karriere an der Hochschule sozusagen.

Im Laufe Deiner Promotionszeit wirst Du wissenschaftliche Paper veröffentlichen, in welchen du eigene, relevante Forschungsergebnisse präsentierst und sie damit der Fachwelt zugänglich machst. Den Abschluss des Promotionsstudiums bildet die Dissertation bzw. die Doktorarbeit, an welche hohe Ansprüche in Sachen Aktualität, Relevanz und Methodik gestellt werden.

Auch deine Dissertation wirst du, unter noch wachsameren Augen und Ohren als bei deiner Masterarbeit, verteidigen müssen und wenn alles glatt geht, darfst du fortan offiziell den Titel Doktor rerum naturalium (Dr. rer. nat.) führen.

Nach Deiner Promotion stehst du im Prinzip wieder an einem Scheideweg: Forschung oder Industrie?

Erfahrungen und Berichte

Auf studycheck.de findet man einige Bewertungen und Berichte, so unter anderem:

So schrieb der User Steffen am 22.03.2018:

„Ich habe in meinem Studium sehr viele Erfahrungen gemacht und kann dies nur weiterempfehlen. Es kam nie der Punkt an dem ich dieses Studium bereut habe. Durch ein Chemiestudium habe ich auf jedenfall gute zukünftige Jobaussichten, da Deutschland viele Berufsmöglichkeiten in Bereichen Chemie bietet.“

Die Userin Franziska schrieb am 21.06.2016:

Zunächst gibt es weitaus mehr Wahlmöglichkeiten als im Bachelorstudiengang. Problem ist nur, dass einige Kurse ziemlich viele machen wollen und nur wenige Plätze zur Verfügung stehen. Das ist schade und die Wahlmodule überschneiden sich leider auch mit den Pflichtmodulen, was auch ein Problem bei den Abschlussprüfungen ist :/
Ansonsten finde ich es gut, dass man sich durch die Wahlmöglichkeiten langsam in eine Richtung spezialisiert und durch die Pflichtmodule trotzdem noch die Möglichkeit behält, sich in einem weiten Bereich weiterzubilden. Wenn man einen Bachelor in Chemie hat, würde ich das Masterstudium empfehlen.

Literatur und Quellen

[a] https://ranking.zeit.de/che/de/fachbereich/200005 (Abgerufen: 07.09.2019)