Lernen lernen

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Bei studis-online.de gibt es einen guten Artikel darüber wie man lernt zu Lernen. Falls Du grade keine Zeit hast, hier die wichtigsten Punkte:

Wie man richtig lernt

  • Lernstoff strukturieren, Zeitplan erstellen und Wiederholungszeit einplanen!
  • Stoff mit der Hand und in eigenen Worten aufschreiben!
  • Lernkartei der wichtigsten Inhalte erstellen und damit wiederholen – auch unterwegs!
  • Zusammenfassen des Inhalts auf einem DIN-A4-Spickzettel gibt Sicherheit und clustert.
  • Abends lernen, um im Schlaf zu verankern; kurz vorm Schlafen aber runterkommen!
  • Lernzeiten dem eigenen Biorhythmus anpassen!
  • Feste Arbeitszeiten und Routine helfen gegen den inneren Schweinehund.
  • Zahlen und Formeln singend zu Musik lernen, die als Gedächtnisstütze fungiert.
  • Sich mit einem Lernpartner über das Gelernte austauschen übt und motiviert.
  • Fachfremden (z.B. der eigenen Mutter) erzählen, was man in der Uni macht übt erklären.
  • Pausen machen!
  • Lernmaterialien griffbereit lagern am ordentlichen Arbeitsplatz ohne Ablenkungen.
  • Mit allen Sinnen lernen: Bilder & grafische Darstellungen, Geschichten, Farben, Symbole, Unterstreichungen, Markierungen, gehend lernen, Lernort wechseln, lautes Vorsprechen. Eselsbrücken, Merksätze und andere Merkhilfen nutzen – neuerdings gibt’s die auch online und als App.
  • Brainfood statt Junkfood – die richtigen Lebensmittel liefern, was wir zum Lernen brauchen.
  • Koffein in Maßen und zum richtigen Zeitpunkt.

Aller Anfang ist schwer

Einige nützliche Tipps um Lernpläne und andere Termine und Fristen besser einhalten zu können:

Planen und priorisieren

  • Ob der Kalender auf dem Handy oder doch lieber in Buchform: Alle Termine überblicken zu können ist überlebensnotwendig! Wenn Du anfängst Termine schleifen zu lassen wirst Du am Ende vor einem unbezwinngbaren Berg stehen – Also: Fristen ernst nehmen!
  • Es hilft Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit zu priorisieren – hierfür eignet sich unter anderem die Eisenhower-Methode.
  • Große Aufgaben können einschüchternd wirken, teile diese lieber in kleinere Teile auf.

Arbeitszeit

  • Regelmäßigkeit ist wichtig: Plane jeden Tag Zeit für Dein Studium ein, auch wenn es wenig Zeit erscheint, die Summe machts.
  • Plane lieber zu viel, als zu wenig Zeit zum Lesen ein, häufig dauert es länger einen Text zu verstehen, als man denken möchte.

Keine Ablenkungen

  • Finde einen Arbeitsplatz, der Dich nicht ablenkt. Es muss nicht unbedingt die Bibliothek sein – Dein Zimmer, ein Café oder ein anderer Arbeitsbereich können ebenso gut geeignet sein (Lernsetting).

Zeit zum Entspannen

  • Nimm Dir Zeit zu entspannen, nur wenn Du Dir auch mal Pausen gönnst kannst Du schaffen, was Du Dir vorgenommen hast.

Ein bisschen Kritik und Reflexion

Aus einem Interview mit dem Soziologen Hartmut Rosa:

„Bei Lernprozessen [unterscheide ich] zwischen Aneignung und Anverwandlung. Man kann sich Stoff sehr schnell aneignen und auskotzen, was ja sehr schön als Bulimie-Lernen bezeichnet wird. Der Gegenbegriff ist die Anverwandlung, also ich begegne einem Stoff, den ich mir so zu eigen mache, dass er mich in irgendeiner Art verwandelt. Das ist zeitintensiv und natürlich nicht terminlich zu fixieren. Dienstagabend um Punkt 20 Uhr findet keine getaktete Anverwandlung statt. Dafür braucht es Leerräume. Anverwandlungsräume werden unter den gegenwärtigen Studienbedingungen aber zunehmend ausgemerzt.“

Burn-out-Raten und Angsterkrankungen nehmen bei Studenten wirklich zu. Oder nehmen Sie das eigenartige Problem der Prokrastination, das eben nicht nur Faulheit ist. Die Zahl der legitimen Erwartungen, mit denen Studenten konfrontiert sind, explodiert. Das Auslandssemester, die zweite Fremdsprache, das sportliche, musische oder ehrenamtliche Engagement — diese diffusen Erwartungen fühlen die Studierenden. Daher das Schuldgefühl, der Panzer auf der Brust.“

Weiterführendes

Selbstmotivation, Selbstorganisation und Lernstrategien:

Lernen und Gedächtnistechniken:

Lernstrategien, Lerntypen, Lernstile: