Literaturrecherche

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Unter Primärliteratur verstehen wir die Artikel in den unzählbaren Fachzeitschriften (z. B. Angewandte Chemie (Angew. Chem.), Journal of the American Chemical Society (JACS), … ) für Erstveröffentlichungen von Forschungsarbeiten.

Unter Sekundärliteratur versteht man Übersichtsartikel und Fortschrittsberichte über Spezialgebiete in Zeitschriften (z. B. in Angewandte Chemie (Angew. Chem.), Journal of the American Chemical Society (JACS), … )

Die Tertiärliteratur ist entsprechend die Dokumentation aller Verbindungen / Eigenschaften / Reaktionen für die organische Chemie wären das z. B. Beilstein / Reaxys.

Literaturdatenbanken

Literaturdatenbanken erlauben die Suche nach Stichwörtern oder Strukturen, wichtige Beispiele wären hier: SciFinder, Reaxys, Web of Science oder auch Google Scholar.

Reaxys – reaxys.com (Stand 2019): 105 Mio.Verbindungen (kombiniert mit PubChem und eMolecules), 49 Mio. Reaktionen, 500 Suchfelder, 16000 referierte Journale (+ ausgewählte Periodika).

SciFinder – scifinder.cas.org (…):

Web of Science – … (…):

Elektronische Zeitschriften

Andere Datenbanken

Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten

Das DOI-System

Das DOI-System (www.doi.org) ist ein ISO-Standart und dient der eindeutigen Identifizierung digital verfügbarer Veröffentlichungen…

Zitieren

Literaturhinweise und Zitate im Text

Literaturverzeichnis (Zusammenstellung am Ende)

Relevanz wissenschaftlicher Journale

Der Impact Factor gilt als wichtiges Relevanz-Kriterium für Zeitschriften, der Wert des Impact Factors wird ermittelt und jährlich publiziert vom Institute for Scientific Information (ISI) und ist ein Maß dafür, wie oft ein Paper im Durchschnitt zitiert wird.

Wenn Autoren gelesen werden wollen sollten sie sich bei der Auswahl der Zeitschrift am Impact Factor orientieren.

Auch für den Leser kann dieser Wert wichtig sein und als Anhaltspunkt für die “Seriosität” und „Verbreitung“ einer Zeitschrift fungieren.

Beispiele (Stand: 04/2018):

  • Nature – 43
  • Science – 38
  • Advanced Materials – 19.7
  • J. Am. Chem. Soc.- 13.8
  • Angew. Chem.- 12

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft sieht das immer stärkere Heranziehen des Impact Factors zur Beurteilung wissenschaftlicher Qualität sehr kritisch. So „hängt die Zitierhäufigkeit offenkundig nicht nur vom Ansehen einer Zeitschrift oder einer Arbeitsgruppe ab, sondern vor allem von der Größe der Gruppe von Wissenschaftlern, die sich für das Thema interessiert. Spezialisierte Zeitschriften haben geringere ‚impact factors‘ als solche mit breiter Leserschaft; in einem kleinen Fach gelten andere quantitative Maßstäbe als in einem großen.“

In der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) protestieren rund 13.000 Wissenschaftler und Organisationen gegen den Impact Factor als zentrales Mittel zur Bewertung wissenschaftlicher Leistung und fordern: „Do not use journal-based metrics, such as Journal Impact Factors, as a surrogate measure of the quality of individual research articles, to assess an individual scientist’s contributions, or in hiring, promotion, or funding decisions.“ Die DORA wurde 2012 von der American Society for Cell Biology initiiert. Zu ihren Unterzeichnern gehören auch Hochschulen (darunter die League of European Research Universities) und Förderorganisationen wie der FWF.