Richtig Filtrieren

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Bei verschiedenen Versuchen müssen Feststoffe abfiltriert werden. Der Erfolg des Filtrierens hängt von dem verwendeten Filter und von dem Einlegen des Filters in den Analysentrichter ab.

In der „Quantitativen Analyse“ werden Rundfilter (Analysenfilter) verwendet. In der „Qualitativen Analyse“ sind es vorwiegend Faltenfilter. Für die unterschiedlichen Niederschläge werden verschiedene Filtermaterialien verwen­det. Verwendung finden je nach Konsistenz unterschiedliche quantitative Filter:

  • feinkristalliner Niederschlag – feinporige Filter (Weißband),
  • mittelkristalliner Niederschlag – mittlere Porengröße (Blauband),
  • grobkristalliner Niederschlag – grobporige Filter (Schwarzband) und
  • Hydrolyseniederschlag – grobporige Filter (Schwarzband).

Unabhängig von der Wahl des Filters kann es durch das falsche Einlegen des Filters in den Trichter zu gravierenden Zeitverzögerungen kommen.

Den Filter richtig einlegen

Wird der Rundfilter aus der Verpackung genommen, wirst Du feststellen, dass der Filter an Rand leicht gebogen ist. Diese Form des Filters entsteht bei dem Schneiden des Filterpapiers durch Schneidepressen. Bevor die Filter geschnitten werden, sind sie so gestapelt worden, dass die optimale Oberfläche für den Filtriervorgang oben liegt. Deshalb sind Ränder von der optimalen Oberfläche aus betrachtet nach unten gebogen.

[Hier fehlt noch ein Abbildung]

Wenn Du den Filter in der richtigen Position hast, wird der Filter durch falten halbiert. Nach dem der Filter geviertelt wurde, wird der Filter durch zusammen drücken der Außenseiten geöffnet. Auf einer Seite hast Du jetzt eine einlagige Schicht des Filterpapiers, und auf der anderen eine dreilagige. Achte darauf, dass die dreilagige Schicht zu Dir zeigt, da es von Vorteil für den folgenden Schritt ist:

Es bildet sich eine Kante über die Länge des Filterpapiers. Wird der Filter nun in den Analysentricher gelegt, liegt der Filter nicht überall an der Trichterwandung an. An der, durch das Falten entstandenen, Kante wird Luft angesaugt. Dadurch wird der Filtriervorgang verlängert.

In dem die 1. Lage des Filterpapiers in Richtung der Kante eingerissen und auf die ein­lagige Schicht geklappt wird, wird die Möglichkeit zum Luftansaugen unterbunden. Die Schichtdicke des Filters wird von 3 Lagen, über 2 Lagen auf 1 Lage verringert. Nach dem Einlegen des Filters in den Trichter liegt der Filter überall an der Trichterwandung an.

Bevor filtriert werden kann, wird das Filter angefeuchtet und nochmals an die Trichterwandung angepasst.