Waschen und Trocknen von Gasen

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Waschen von Gasen

Gase werden mit geeigneten Flüssigkeiten, durch die man die Gase leitet, gereinigt.

Das zu reinigende Gas sollte beim Waschen

  • möglichst fein verteilt sein und
  • mit der Waschflüssigkeit möglichst lange in Berührung kommen.

Im Labor werden dafür „Gaswaschflaschen“ verwendet. Die einfachste Gaswaschflasche ist die nach Drechsler. Das Gas wird mittels eines Einleitungsrohres bis zum Boden der zu 1/3 mit Waschflüssigkeit gefüllten Flasche geführt und steigt von dort in Blasen fast geradlinig an die Oberfläche.  

Eine verbesserte Gaswaschflasche ist mit einer Sinterglasfritte versehen, aus der das Gas, in sehr kleinen Bläschen verteilt, austritt.  

Geeigneter, als die Gaswaschflaschen nach Drechsel sind Sicherheitsgasflaschen, z.B. die Universalflasche nach Kramer.

Bei Verwendung der Gaswaschflasche nach Drechsel müssen Sicherheitsflaschen zwischen die Gasquelle und das Reaktionsgefäß geschaltet werden. Zur Vermeidung von Überdrucken empfiehlt es sich, eine Tauchung einzubauen.

Trocknen von Gasen

Füllt man die Gaswaschflasche mit H2SO4 so kann man sie auch zum Trocknen geeigneter Gase benutzen.

Zum Trocknen werden auch vielfach feste Stoffe, wie calciniertes CaCl2, Calciumoxid, Kaliumhydroxid, Silicagel oder Phosphorpentoxid verwendet.

Diese Stoffe werden in Trockenrohre, U-Röhren oder Trockentürmen eingefüllt.

Trockenrohre werden zum Schutz wasserfreier Reaktionen eingesetzt.

Trockentürme verwendet man vor allem zum Trocknen von basischen Gasen, wenn feste Stoffe als Trockenmittel zum Trocknen von Gasen eingesetzt werden, wie z.B. zum Trocknen von NH3 mit Kaliumhydroxid als Trockenmittel.

U-Röhren eignen sich zum Verbinden mehrerer Apparaturen. Sie werden auch zur quantitativen Bestimmung von Feuchtigkeit von Gasen verwendet.

 Bei Verwendung von festen Substanzen als Trockenmittel ist folgendes zu beachten:

  1. Calciumchlorid, Calciumoxid, Kaliumhydroxid sind nur granuliert einzusetzen,
  2. Phosphorpentoxid ist nur einsetzbar, wenn es speziell als Trockenmittel hergestellt wurde,
  3. Bei Füllung von Trockengeräten mit festen Stoffen, müssen die Geräte mit Steinwolle oder, wenn es geeignet erscheint, mit Watte verschlossen werden.