WGs

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Eine WG finden

Bevor Du überhaupt die Chance hast, dich gegen die Konkurrenz durchzusetzen und die Zusage für eine Wohnung / ein Zimmer zu erhalten, musst Du erst einmal passende Angebote finden. Das kann durchaus mühsam sein und einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die besten Chancen hast Du, wenn Du verschiedene Möglichkeiten und Kanäle kombinierst und so Deinen Suchradius erweiterst:

  • Online-Wohnungsmärkte: Erste Anlaufstelle ist heutzutage immer das Internet, wo es unzählige Seiten gibt, auf denen die unterschiedlichsten Wohnungen und WG-Zimmer angeboten werden. Hier lohnt sich eine gründliche Recherche in verschiedenen Portalen, da diese sich in den Angeboten unterscheiden.
  • Zeitungen: Es mag Dir altmodisch vorkommen, doch die Wohnungssuche funktioniert nicht nur digital. Auch Anzeigen in lokalen Zeitungen werden weiterhin geschaltet und bieten die Chance, viele Objekte zu finden. Ungenutzt lassen solltest Du diesen Kanal auf jeden Fall nicht und vielleicht entdeckst Du sogar eine Wohnung, die online nicht aufgeführt wurde.
  • Studentenwerk und Aushänge: Studierende, die auf einen Platz im Wohnheim hoffen oder Informationen zu günstigen Wohnungen suchen, sind im Studentenwerk an der richtigen Adresse. Gerade am Anfang der Wohnungssuche ist es ratsam, sich hier zu informieren und einen Überblick über die eigenen Möglichkeiten zu erhalten. Ebenso kannst Du die Aushänge in der Universität durchstöbern und die Augen nach Informationen über Wohnungen offen halten.
  • Netzwerk und Kontakte: Dieser Punkt wird häufig vergessen, sollte aber auf keinen Fall unterschätzt werden: Ein großes Netzwerk aus Familie, Freunden und Bekannten kann eine enorme Hilfe sein, um eine Wohnung zu finden. Vielleicht kennst Du jemanden, der jemanden kennt, der gerade einen Nachmieter sucht oder oder oder …

Geld sparen

Ein WG-Zimmer ist für Studierende in der Regel deutlich günstiger als eine eigene Wohnung.

In den typischen Studentenstädten wohnt man in einer WG günstiger – vor allem in Bamberg (25 Prozent), Trier, Heidelberg, Bielefeld (je 24 Prozent), Regensburg (23 Prozent), Tübingen (22 Prozent), Freiburg (21 Prozent) und Aachen (20 Prozent) zahlt man so weniger. Geringer ist der Spareffekt dagegen in Oldenburg (14 Prozent), Göttingen (13 Prozent), Jena (5 Prozent), Kiel und Würzburg (je 8 Prozent).

Kurzer Blick rüber in die Metropolen: In Berlin spart man in der WG im Vergleich zur Singlewohnung zehn Prozent, in Hamburg allerdings nur drei Prozent.

Es gibt aber Ausnahmen. So sparen WG-Bewohner in vier Städten nicht einen Cent. Im Gegenteil: In Dresden, Düsseldorf und Rostock kommt die Singlewohnung tatsächlich günstiger, in Rostock ist sie sogar um 15 Prozent billiger. In Leipzig wiederum macht es preislich gesehen – im Durchschnitt – keinen Unterschied, ob Studenten zusammen oder alleine wohnen. Hier kostet der Quadratmeter konsequent sieben Euro.

Der Erstkontakt

Für das erste Kennenlernen bei der WG-Suche gilt: Verstelle dich nicht, nur um den Zuschlag zu bekommen. Das rächt sich später, wenn ihr merkt, dass ihr doch nicht zueinander passt. Eine Hilfe, um späteren WG-Stress zu vermeiden, ist die „Checkliste fürs Zusammenleben in WGs“ der Plattform Studis Online. Dort sind viele nützliche Tipps und Links zu finden, falls Du grade keine Zeit hast, hier einmal die Checkliste:

Passt der Topf zum Deckel? Die Checkliste fürs Zusammenleben

  1. Wie viel Geld könnt Ihr aufbringen?
  2. Wie groß sollten Zimmer und Wohnung sein, welche Ausstattung braucht Ihr?
  3. Wo möchtet Ihr gerne wohnen?
  4. Seid Ihr WG-erfahren?
  5. Mit wie vielen Leuten wollt Ihr zusammenleben?
  6. Wie alt sollten Eure Mitbewohner*innen sein?
  7. Welches Geschlecht sollten Eure Mitbewohner*innen haben?
  8. Sollten Eure Mitbewohner*innen Studenten sein? Spielt das Fach eine Rolle?
  9. Welche Hobbys und Interessen pflegt Ihr? Ist es Euch wichtig, dass Eure Mitbewohner*innen ähnliche Hobbys und Interessen pflegen?
  10. Seid Ihr Raucher? Würdet Ihr mit Rauchern zusammen leben wollen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen?
  11. Habt Ihr Kinder? Oder könnt Ihr damit leben, wenn in der WG Kinder sind – oder hineingeboren werden?
  12. Habt Ihr Haustiere?
  13. Könnt Ihr damit leben, wenn es in der WG Haustiere gibt? Oder habt Ihr zum Beispiel Allergien?
  14. Wie viel Zeit wollt Ihr mit den Mitbewohner*innen verbringen? Wie wollt Ihr die Zeit gestalten?
  15. Wie werden aktuelle Anliegen oder gar Probleme in der WG besprochen? Mit ’nem Zettel an der Korkwand oder persönlich in einem „WG-Plenum“?
  16. Wie viel Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten braucht Ihr?
  17. Welche Einkaufs-, Koch- und Essgewohnheiten habt Ihr? Auf welche Gewohnheiten legt Ihr bei Euren Mitbewohner*innen Wert?
  18. Wie viel Wert legt Ihr auf Reinlichkeit? Welche Regelungen wünscht Ihr Euch fürs Putzen?
  19. Wie partytauglich seid Ihr? Wie viel Wert legt Ihr auf Partytauglichkeit Eurer Mitbewohner*innen? Oder ist eine „Party-WG“ eigentlich gar nicht euer Ding?
  20. Könnt Ihr kochen, Regale aufbauen o.ä.? Sucht Ihr Mitbewohner*innen, die sowas können?
  21. Welche Sprachen beherrscht Ihr? Welche Sprache(n) möchtet Ihr in der WG sprechen?
  22. Habt Ihr ’ne Kaffeemaschine, ’nen Beamer, ’ne Gitarre oder ähnliche Dinge, die Ihr mitbringen könnt? Oft auch beliebt: Die Waschmaschine!
  23. Habt Ihr Euch mit den potentiellen Mitbewohner*innen was zu sagen? Sind sie Euch sympathisch? Stimmt die Chemie? Was sagt Euer Bauchgefühl?